Craniosacrale Osteopathie

Craniosacrale Osteopathie

Stille, die bewegt ... Was ist Craniosacrale Osteopathie
Was ist das Craniosacrale System?
Anwendungsbereiche / Indikationen
Behandlungsablauf

Was ist Craniosacrale Osteopathie?

Craniosacral-Therapie ist eine feine tiefgreifende Körperarbeit, die ihre Ursprünge in der Osteopathie hat. Der Name „Craniosacrale Osteopathie“ wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vom amerikanischen Osteopathen und Arzt Dr. John E. Upledger geprägt.

Was ist das Craniosacrale System?

Diese Bezeichnungen sind die funktionelle Einheit zwischen „Cranium“ (Schädel) und „Sacrum“ (Kreuzbein). Diese sind über die Wirbelsäule miteinander verbunden. Das Innere der Wirbelsäule ist mit einer Membran ausgekleidet, die aus den Hirn- und Rückenmarkshäuten gebildet wird. Diese Membran enthält das Hirnwasser (Liquor), das Gehirn und Rückenmark umfliesst und eine wichtige Rolle bei der Versorgung und dem Schlackenabtransport unseres Körpersystems spielt. Dieses System befindet sich in einer permanenten rhythmischen Pulsation, dem Craniosacral-Rhythmus (6-14 Pulsationen/Minute), welchen der Therapeut mit seinen Händen wahrnehmen kann.

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Liegen dort Störungen vor – evtl. durch Fehlfunktion oder Krankheit (Unfälle, Verletzungen, Traumata – egal ob seelisch oder körperlich), kann das schwerwiegende Auswirkungen auf alle Körpersysteme haben. Das Cranio-Sacrale-System unterhält enge Wechselbeziehungen sowohl zum Nerven-, Gefäß- und Lymphsystem, wie auch zum Hormon-, Atmungs-, Muskel- und Skelettsystem.

Alle Verletzungen sind in unserem Zellbewusstsein gespeichert. Diese Traumata können sich bei einer Craniosacral-Therapie auflösen, ohne dabei nochmal durchlebt werden zu müssen.


Anwendungsbereiche / Indikationen


  • unterstützende Methoden in der inneren Medizin bis hin zur Gynäkologie
  • Menstruations-/Klimakteriums Beschwerden
  • Schwangerschaftsbegleitung/Geburtsvorbereitung
  • Geburts-Nachsorge für Mutter und Baby (Geburtstrauma)
  • Behandlungsmethoden nach operativen Eingriffen
  • Burn-out-Syndrom
  • Stärkung des Immunsystem
  • chronische und akute Schmerzzustände
  • Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen
  • Bandscheibenprobleme
  • Ischiasreizung
  • Arthrose/Arthritis
  • rheumatische Erkrankungen
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Hör- und Sehstörungen/Tinnitus
  • Stress und dessen Folgeerscheinungen
  • seelische Störungen
  • Depression
  • Erschöpfungszustände
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme
  • Organerkrankungen
  • Nachsorge nach Schlaganfall / Schädel-Hirn-Trauma
  • Schleudertrauma/Rehabilitation nach Unfällen
  • Schockzustände

Es können mit der Craniosacral-Therapie gute therapeutische Möglichkeiten geboten werden, auch die konventionellen schulmedizinischen Gebiete sinnvoll zu unterstützen.

Behandlungsablauf

Craniosacral-Praktizierende arbeiten ganzheitlich und mit größter Sorgfalt – auf körperlicher, emotionaler und psychischer Ebene. Sie orientieren sich an der uns innewohnenden Gesundheit und an den Selbstheilungskräften, die wir mitbringen. Eine respektvolle sprachliche Begleitung der manuellen Behandlung unterstützt die Selbstwahrnehmung und kann auch emotionalen Prozessen Raum und zugleich Halt bieten.

Der Klient liegt voll bekleidet auf einer Liege. Die Behandlung erfolgt mit sanften Berührungen.

Der Therapeut ertastet Verspannungen und Verschiebungen im Körper des Klienten.

Da der Körper eine Funktionseinheit ist, können Verspannungen und Verschiebungen von einem Teil des Körpers zu Problemen in einem ganz anderen Teil des Körpers führen (Hüftgelenksprobleme können z.B. Kopfschmerzen auslösen ...).

Es können Funktionsstörungen von Gelenken, Becken und Kreuzbein auf sanfte Weise korrigiert sowie am Kopf und Kiefergelenk gearbeitet werden.

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn bei akuten Problematiken die Behandlung in regelmäßigen Abständen – ca. 5 Sitzungen – erfolgt.

Eine Sitzung dauert beim 1. Mal ca. 1,5 h incl. Vor- und Nachgespräch.